Eye of the Beholder – Plot: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Die Zeit der Sorgen === | === Die Zeit der Sorgen === | ||
Unter dem Namen Jahr der Schatten ging das Jahr 1358 TZ (Tal-Zeitrechnung) in die Geschichte der [[Vergessene Reiche|Vergessenen Reiche]] ein, eine noch viel zu milde Bezeichnung für das beispiellose Chaos, das in jener Zeit herrschte. Besonders der Krieg der Götter, auch als die Avatar-Krise oder die Zeit der Sorgen bekannt, verängstigte die Menschen und brachte umwälzende Veränderungen mit sich. Auslöser dieser himmlischen Krise waren die bösen Götter [[Tyrannos]] und [[Myrkul]], die die Schicksalssteine des obersten Gottes [[Ao]] zu stehlen versuchten. Dieser wollte daraufhin den ewigen Rivalitäten, Fehden und Machtkämpfen auf den Äußeren Ebenen ein für alle Mal ein Ende setzen. Er fand, dass die Götter allesamt selbstgefällig geworden waren und sich nur noch um ihre eigenen und zu wenig um die Belange ihrer gläubigen Anhänger kümmerten. Deshalb bestrafte er sie, indem er sie allesamt auf die irdische Existenzebene nach [[Toril]] verbannte. Sie manifestierten sich dort als Avatare in sterblichen Hüllen und waren gezwungen, sich eine Zeitlang direkt unter ihren Anhängern zu bewegen und ihre Probleme am eigenen Leib zu erfahren. Ao richtete auch eine [[Himmlische Treppe]] ein, die einen physischen Wiederaufstieg und damit eine Heimkehr der geläuterten und geprüften Götter ermöglichen sollte. Nur [[Helm]] durfte als Wächtergott in den Äußeren Ebenen verbleiben, denn er musste diesen Zugang bewachen und eine unbefugte Rückkehr von Betrügern oder ein Eindringen von Fremden verhindern. Er lieferte sich zum Beispiel eine Schlacht mit Mystras, die Göttin der Magie, und tötete sie dabei. Dadurch geriet die Magie in den Vergessenen Reichen völlig außer Kontrolle, wurde unbeständig und fehlerhaft. Außerdem entstanden Orte Toter und Wilder Magie. Aber nicht nur Magier hatten es in der Zeit der Sorgen schwer, auch Priester und Geweihte verloren vorübergehend einen Großteil ihrer Kräfte. Viele alte Götter starben in der Avatar-Krise durch die unvermeidlichen Kämpfe untereinander, Domänen verschoben sich und einigen Sterblichen gelang es auch, selbst zu Göttern zu werden.<ref name="Faerunpedia1">{{Internetquelle|URL=https://faerun.fandom.com/de/wiki/Zeit_der_Sorgen|Titel=Zeit der Sorgen|Quelle=[https://faerun.fandom.com/de/wiki/Forgotten_Realms_Wiki Faerûnpedia]|Autor=[https://faerun.fandom.com/de/wiki/Zeit_der_Sorgen?action=history Liste der Autoren]|Abruf=21.04.2026}}</ref> | |||
=== Das Böse im Untergrund === | |||
Besonders [[Tiefwasser]], die größte und einflussreichste Stadt der ganzen [[Schwertküste]], war von den Ereignissen stark betroffen. Die Einwohner erlebten den Fall und Aufstieg von Göttern aus erster Hand mit, da sich ein Zugang zur Himmlischen Treppe direkt auf dem Gipfel von Berg Tiefwasser befand. Außerdem bekämpften sich die göttlichen Schwestern [[Shar]] und [[Selûne]] direkt in der Stadt. Die Aufmerksamkeit der Allianz der Fürsten von Tiefwasser unter ihrem Anführer [[Eye of the Beholder – Charaktere#Piergeiron Paladinson|Piergeiron Paladinson]] galt vorrangig dem Krieg der Götter. Die Stadtwache und alle anderen ordnenden Kräfte der Stadt waren ebenfalls durch die Ereignisse gebunden. Dies blieb natürlich auch im Untergrund nicht unbemerkt, wo dunkle Mächte die Krise und das mit ihr verbundene Chaos für ihre eigenen Pläne auszunutzen versuchten.<br /> | |||
[[Eye of the Beholder – Charaktere#Xanathar, der Betrachter|Xanathar]], ein [[Betrachter]] aus [[Anauria]], hatte sich zu dieser Zeit bereits völlig unbemerkt ein kleines Reich im Untergrund aufgebaut, versteckt in der Kanalisation von Tiefwasser, die über geheime Gänge sogar mit dem legendären [[Unterberg]] verbunden ist. Es war ihm gelungen, die bisher maximal in kleinen Banden zusammengerauften und nur auf ihr eigenes Wohl bedachten Diebe und Spitzbuben der Stadt in einer inoffiziellen Diebesgilde zu vereinen. Durch diese Aktion wurde er zum verborgenen Anführer des organisierten Verbrechens der Stadt. Aber er strebte nach weitaus mehr. Xanathar wollte die absolute Macht über die Stadt und endlich aus dem Schatten treten.<ref name="Faerunpedia2">{{Internetquelle|URL=https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Xanathar_(original)|Titel=Xanathar (original)|Quelle=[https://faerun.fandom.com/de/wiki/Forgotten_Realms_Wiki Faerûnpedia]|Autor=[https://forgottenrealms.fandom.com/wiki/Xanathar_(original)?action=history Liste der Autoren]|Abruf=22.04.2026}}</ref> | |||
Dabei wurde Xanathar aber unvorsichtig. Nachdem es seinen Dieben lange gelungen war, die Stadtwache und die Fürsten in dem festen Glauben zu lassen, dass es keinerlei Verbrecherorganisation in Tiefwasser gibt, konnten sie inzwischen die Ängste der Bewohner nicht mehr einfach so wegdiskutieren. Da der Betrachter auf den Geschmack von Menschenfleisch gekommen war, gab es nicht nur immer häufiger gut geplante Diebstähle, Überfälle und Morde, es verschwanden auch einige Einwohner spurlos und die Gerüchteküche begann zu brodeln. Die Magier der Stadt spürten inzwischen ebenfalls eine mächtige böse Präsenz in der Stadt, deren Ursprung sie aber nicht ergründen konnten. Selbst der mächtige Erzmagier [[Khelben Arunsun]], der sich höchstpersönlich der Sache annahm, war außerstande weiterzuhelfen. Obwohl ihn seine Nachforschungen bis zu den ärgsten Gegnern von Tiefwasser führten, fand er oberirdisch keinerlei Hinweise auf die Art der Bedrohung. Deshalb begannen die Mächtigen der Stadt richtigerweise zu schlussfolgern, dass die Quelle des Übels im Untergrund lauerte. Piergeiron, der seine Stadtwachen wegen der Nachwehen der Avatar-Krise nicht entbehren konnte, ließ daraufhin nach tapferen Helden suchen, die im Auftrag der Fürsten von Tiefwasser in die Abwasserkanäle hinabsteigen und dort nach dem Rechten sehen. Er wusste aber nicht, dass der Betrachter alle seine Aktionen bereits aus der Tiefe beobachtete und deshalb bestens gerüstet war. | |||
=== Xanathars Untergang === | |||
Nachdem bereits einige Wagemutige im Untergrund verschwunden waren, trat eine vierköpfige, noch ziemlich unerfahrene Heldengruppe auf den Plan, der Piergeiron zunächst keine großen Chancen ausrechnete. Er gab ihnen trotzdem ein offizielles Dokument mit, das sie mit allen nötigen Vollmachten der Fürsten ausstattete, und erlaubte ihnen sogar, alle gefundenen Schätze zu behalten. Er war wohl der Meinung, dass es in den Abwasserkanälen sowieso nichts zu holen gab. Xanathar wollte aber dafür sorgen, dass diese Gruppe die letzte wäre, die ihm auf die Pelle rückte. Deshalb sorgten er und seine Leute dafür, dass es, kurz nachdem die Helden die Kanalisation betreten hatten, | |||
zu einem Einsturz kam, der den einzigen bekannten Zugang hinter ihnen verschloss. Damit war seiner Meinung nach ihr Schicksal besiegelt. Er zog sich an seinen Lieblingsort, einen großen, mit Duftwasser gefüllten Glastank zurück, und beobachtete ihre Untersuchungen aus der Ferne. | |||
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Aktuelle Version vom 23. April 2026, 06:10 Uhr
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Allgemeine Informationen |
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Daten und Fakten |
Tipps und Tricks |
Handlungsorte |
Die Zeit der Sorgen
Unter dem Namen Jahr der Schatten ging das Jahr 1358 TZ (Tal-Zeitrechnung) in die Geschichte der Vergessenen Reiche ein, eine noch viel zu milde Bezeichnung für das beispiellose Chaos, das in jener Zeit herrschte. Besonders der Krieg der Götter, auch als die Avatar-Krise oder die Zeit der Sorgen bekannt, verängstigte die Menschen und brachte umwälzende Veränderungen mit sich. Auslöser dieser himmlischen Krise waren die bösen Götter Tyrannos und Myrkul, die die Schicksalssteine des obersten Gottes Ao zu stehlen versuchten. Dieser wollte daraufhin den ewigen Rivalitäten, Fehden und Machtkämpfen auf den Äußeren Ebenen ein für alle Mal ein Ende setzen. Er fand, dass die Götter allesamt selbstgefällig geworden waren und sich nur noch um ihre eigenen und zu wenig um die Belange ihrer gläubigen Anhänger kümmerten. Deshalb bestrafte er sie, indem er sie allesamt auf die irdische Existenzebene nach Toril verbannte. Sie manifestierten sich dort als Avatare in sterblichen Hüllen und waren gezwungen, sich eine Zeitlang direkt unter ihren Anhängern zu bewegen und ihre Probleme am eigenen Leib zu erfahren. Ao richtete auch eine Himmlische Treppe ein, die einen physischen Wiederaufstieg und damit eine Heimkehr der geläuterten und geprüften Götter ermöglichen sollte. Nur Helm durfte als Wächtergott in den Äußeren Ebenen verbleiben, denn er musste diesen Zugang bewachen und eine unbefugte Rückkehr von Betrügern oder ein Eindringen von Fremden verhindern. Er lieferte sich zum Beispiel eine Schlacht mit Mystras, die Göttin der Magie, und tötete sie dabei. Dadurch geriet die Magie in den Vergessenen Reichen völlig außer Kontrolle, wurde unbeständig und fehlerhaft. Außerdem entstanden Orte Toter und Wilder Magie. Aber nicht nur Magier hatten es in der Zeit der Sorgen schwer, auch Priester und Geweihte verloren vorübergehend einen Großteil ihrer Kräfte. Viele alte Götter starben in der Avatar-Krise durch die unvermeidlichen Kämpfe untereinander, Domänen verschoben sich und einigen Sterblichen gelang es auch, selbst zu Göttern zu werden.[1]
Das Böse im Untergrund
Besonders Tiefwasser, die größte und einflussreichste Stadt der ganzen Schwertküste, war von den Ereignissen stark betroffen. Die Einwohner erlebten den Fall und Aufstieg von Göttern aus erster Hand mit, da sich ein Zugang zur Himmlischen Treppe direkt auf dem Gipfel von Berg Tiefwasser befand. Außerdem bekämpften sich die göttlichen Schwestern Shar und Selûne direkt in der Stadt. Die Aufmerksamkeit der Allianz der Fürsten von Tiefwasser unter ihrem Anführer Piergeiron Paladinson galt vorrangig dem Krieg der Götter. Die Stadtwache und alle anderen ordnenden Kräfte der Stadt waren ebenfalls durch die Ereignisse gebunden. Dies blieb natürlich auch im Untergrund nicht unbemerkt, wo dunkle Mächte die Krise und das mit ihr verbundene Chaos für ihre eigenen Pläne auszunutzen versuchten.
Xanathar, ein Betrachter aus Anauria, hatte sich zu dieser Zeit bereits völlig unbemerkt ein kleines Reich im Untergrund aufgebaut, versteckt in der Kanalisation von Tiefwasser, die über geheime Gänge sogar mit dem legendären Unterberg verbunden ist. Es war ihm gelungen, die bisher maximal in kleinen Banden zusammengerauften und nur auf ihr eigenes Wohl bedachten Diebe und Spitzbuben der Stadt in einer inoffiziellen Diebesgilde zu vereinen. Durch diese Aktion wurde er zum verborgenen Anführer des organisierten Verbrechens der Stadt. Aber er strebte nach weitaus mehr. Xanathar wollte die absolute Macht über die Stadt und endlich aus dem Schatten treten.[2]
Dabei wurde Xanathar aber unvorsichtig. Nachdem es seinen Dieben lange gelungen war, die Stadtwache und die Fürsten in dem festen Glauben zu lassen, dass es keinerlei Verbrecherorganisation in Tiefwasser gibt, konnten sie inzwischen die Ängste der Bewohner nicht mehr einfach so wegdiskutieren. Da der Betrachter auf den Geschmack von Menschenfleisch gekommen war, gab es nicht nur immer häufiger gut geplante Diebstähle, Überfälle und Morde, es verschwanden auch einige Einwohner spurlos und die Gerüchteküche begann zu brodeln. Die Magier der Stadt spürten inzwischen ebenfalls eine mächtige böse Präsenz in der Stadt, deren Ursprung sie aber nicht ergründen konnten. Selbst der mächtige Erzmagier Khelben Arunsun, der sich höchstpersönlich der Sache annahm, war außerstande weiterzuhelfen. Obwohl ihn seine Nachforschungen bis zu den ärgsten Gegnern von Tiefwasser führten, fand er oberirdisch keinerlei Hinweise auf die Art der Bedrohung. Deshalb begannen die Mächtigen der Stadt richtigerweise zu schlussfolgern, dass die Quelle des Übels im Untergrund lauerte. Piergeiron, der seine Stadtwachen wegen der Nachwehen der Avatar-Krise nicht entbehren konnte, ließ daraufhin nach tapferen Helden suchen, die im Auftrag der Fürsten von Tiefwasser in die Abwasserkanäle hinabsteigen und dort nach dem Rechten sehen. Er wusste aber nicht, dass der Betrachter alle seine Aktionen bereits aus der Tiefe beobachtete und deshalb bestens gerüstet war.
Xanathars Untergang
Nachdem bereits einige Wagemutige im Untergrund verschwunden waren, trat eine vierköpfige, noch ziemlich unerfahrene Heldengruppe auf den Plan, der Piergeiron zunächst keine großen Chancen ausrechnete. Er gab ihnen trotzdem ein offizielles Dokument mit, das sie mit allen nötigen Vollmachten der Fürsten ausstattete, und erlaubte ihnen sogar, alle gefundenen Schätze zu behalten. Er war wohl der Meinung, dass es in den Abwasserkanälen sowieso nichts zu holen gab. Xanathar wollte aber dafür sorgen, dass diese Gruppe die letzte wäre, die ihm auf die Pelle rückte. Deshalb sorgten er und seine Leute dafür, dass es, kurz nachdem die Helden die Kanalisation betreten hatten, zu einem Einsturz kam, der den einzigen bekannten Zugang hinter ihnen verschloss. Damit war seiner Meinung nach ihr Schicksal besiegelt. Er zog sich an seinen Lieblingsort, einen großen, mit Duftwasser gefüllten Glastank zurück, und beobachtete ihre Untersuchungen aus der Ferne.
Quellenangabe
- ↑ Zeit der Sorgen Quelle: Faerûnpedia, Autor(en): Liste der Autoren, Abgerufen am 21.04.2026
- ↑ Xanathar (original) Quelle: Faerûnpedia, Autor(en): Liste der Autoren, Abgerufen am 22.04.2026